Weniger Streit im Familienalltag – wie wir aufgehört haben, gegen unsere Kinder zu kämpfen ♡
- Bine Sonnenwald
- 9. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Es gab eine Zeit, da hatte ich das Gefühl, unser Familienalltag besteht nur noch aus Erinnern.
„Zieh bitte deine Schuhe an.“
„Jetzt komm Zähne putzen.“
„Bitte räum dein Spielzeug weg.“
Eigentlich waren es nur ganz normale Alltagssituationen.
Und trotzdem endeten sie bei uns erstaunlich oft mit Diskussionen, Tränen oder schlechter Stimmung.
Nicht jeden Tag.
Aber häufig genug, dass ich mich irgendwann fragte:
Warum kämpfen wir eigentlich ständig über dieselben Kleinigkeiten?
Damals dachte ich oft, unsere Kinder müssten einfach besser mitmachen.
Heute glaube ich etwas ganz anderes.
Vielleicht brauchten sie gar nicht mehr Konsequenz.
Vielleicht brauchten sie einfach jemanden, der ihre Welt ein bisschen besser versteht.
♡
Der Moment, der unseren Blick verändert hat
Irgendwann fiel mir etwas auf.
Immer dann, wenn ich drängte, wurde alles schwieriger.
Je mehr ich sagte:
„Beeil dich jetzt bitte.“
desto mehr schien unsere Tochter innerlich zu blockieren.
Und ehrlich gesagt verstand ich das lange überhaupt nicht.
Erst später wurde mir klar:
Für mich war es nur eine kleine Aufgabe.
Für sie war es oft viel mehr.
Ein Übergang.
Ein Abschied vom Spielen.
Ein neuer Reiz.
Eine Erwartung.
Und manchmal einfach zu viel auf einmal.
Nicht aus Trotz.
Sondern weil ihre Welt sich in diesem Moment ganz anders anfühlte als meine.
♡
Wir hörten auf zu kämpfen – und begannen zu begleiten
Von heute auf morgen änderte sich unser Alltag natürlich nicht.
Aber wir änderten langsam unsere Haltung.
Wir versuchten weniger zu drängen.
Weniger zu kontrollieren.
Und stattdessen mehr Verbindung zu schaffen.
Manchmal setzten wir uns erst noch kurz dazu.
Manchmal nahmen wir ihre Gefühle ernst, bevor wir an die eigentliche Aufgabe dachten.
Und manchmal machten wir aus einer Alltagssituation einfach ein kleines Spiel.
Nicht, um sie zu überreden.
Sondern weil Lachen oft leichter verbindet als Druck.
♡
Aus einem kleinen Spiel wurde etwas viel Größeres
Eines Tages erfanden wir beim Zähneputzen einfach einen kleinen Helfer.
Dann kam beim Anziehen der nächste dazu.
Später entstanden immer mehr kleine Figuren.
Damals hatten sie noch nicht einmal richtige Namen.
Es waren einfach Geschichten, die unseren Alltag ein kleines bisschen leichter machten.
Und genau das war das Besondere.
Nicht die Figuren selbst.
Sondern das, was zwischen uns passierte.
Wir lachten wieder mehr.
Es gab weniger Machtkämpfe.
Und plötzlich fühlten sich viele Alltagssituationen nicht mehr wie ständiges Gegeneinander an.
Sondern wie gemeinsames Erleben.
♡
Rückblickend glaube ich, dass genau hier die ersten Gefühlskinder entstanden sind
Damals wollte ich kein Buch schreiben.
Ich wollte einfach nur einen Weg finden, unseren Familienalltag liebevoller zu gestalten.
Aus kleinen spontanen Geschichten entstanden nach und nach liebevolle Alltagshelfer.
Und aus diesen Helfern wuchs schließlich die Welt der Gefühlskinder.
Eine Welt, die Kindern zeigen soll:
„Du bist nicht falsch. Deine Gefühle dürfen da sein.“
Und Eltern daran erinnert, dass Verbindung oft viel mehr verändert als Perfektion.
♡
Vielleicht beginnt genau hier auch eure Reise
Falls du dir manchmal wünschst, dass euer Familienalltag wieder etwas leichter wird, möchte ich dir unsere erste kleine Geschichte schenken.
Darin lernst du Lilli und die Blitzi Blankis kennen – liebevolle kleine Fantasiehelfer, die Kindern zeigen, dass Zähneputzen auch spielerisch und mit Freude gelingen kann.



Kommentare